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Wuhan
Wuhan ist eine Stadt, die sich an den Yangtze schmiegt.
Wuhan liegt in einer Ebene, in der sich der Yangtze, deutsche Schreibweise Jangtse, und der Han-Fluß vereinigen. Das heutige Stadtgebiet bestand ursprünglich aus den drei Städten Wuchang, Hankou und Hanyang, die schließlich zu der Stadt Wuhan zusammengelegt wurden. Deshalb wird die Stadt auch oft „Großes Wuhan" genannt. Wuhan (chinesisch: 武汉) ist eine Unterprovinzstadt und die Hauptstadt der Provinz Hubei (chinesisch: 湖北) in der Volksrepublik China.
Wuhan (chinesisch: 武汉) ist immer noch durch den Yangtze (chinesisch: 扬子江), Chinas uralte Transportader, und den Han-Fluß in diese drei ehemaligen Städte aufgeteilt, wobei die einzelnen Stadtteile durch Brücken und Fähren miteinander verbunden sind. Sie sind voneinander unabhängig und zugleich auch aufeinander angewiesen und bilden zusammen eine großartige Metropole. Hankou ist seit jeher ein wichtiges Handelszentrum, während Hanyang als die Wiege der chinesischen Rüstungsindustrie gilt und Wuchang sich eher als Kultur- und Bildungszentrum in der Provinz Hubei und sogar in der gesamten zentralchinesischen Region einen Namen gemacht hat.
Wuhan ist unmittelbar mit Flüssen und Seen verbunden. Bereits in der chinesischen Antike fuhr man auf dem Yangtze von Wuhan aus westwärts nach Chongqing (chinesisch: 重庆) und in die Provinz Sichuan (chinesisch: 四川). In Richtung Osten bahnten sich Segelschiffe ihren Weg bis in die Provinzen Jiangsu (chinesisch: 江苏) und Zhejiang (chinesisch: 浙江). Nach Norden hin verbindet der Han-Fluß Wuhan mit den Provinzen Henan (chinesisch: 河南) und Shaanxi (chinesisch: 陕西), und im Süden sind Hunan (chinesisch: 湖南) und Guangxi (chinesisch: 广西) durch den weitläufigen Dongting-See (chinesisch: 洞庭湖) erreichbar. Aus diesem Grund wird Wuhan seit jeher als eine Verkehrsdrehscheibe und vor allem von Geschäftsleuten als ein idealer Ort für den Warenaustausch betrachtet. Bis heute gilt der Abschnitt des Yangtze, der an Wuhan vorbeiführt, nach wie vor als ein bedeutender Teil der längsten Binnenwasserstraße des Landes. Eine Flusskreuzfahrt auf Fracht- und Passagierschiffen, die von Wuhan ablegen, ist jedenfalls sehr gefragt und faszinierend.
Bereits an der Wende von der Ming- zur Qing-Dynastie entwickelte sich Wuhan zur viertgrößten Stadt Chinas. Die Prosperität der Stadt konnte für weitere 100 Jahre aufrechterhalten werden. 1861 wurde Hankou für den Außenhandel geöffnet. Seitdem erlebt die Stadt einen florierenden Handel und eine schnelle Ausdehnung. Im Volksmund hieß es lange: „Drei Tage reichen nicht, um Hankou zu durchwandern."
Der „Turm des gelben Kranichs" (chinesisch: 黄鹤楼) befindet sich am Ufer des Yangtze und gilt als das kulturelle Wahrzeichen von Wuhan und ist eine wichtige touristische Attraktion. Der Turm inspirierte in den vergangenen Jahrhunderten eine Vielzahl chinesischer Dichter. Unweit davon liegt eine Terrasse, bekannt als „Gu Qin Tai", die an eine Legende von dem Zither-Meister Yu Boya und dem Holzfäller Zhong Ziqi, die vor mehr als 2.000 Jahren gelebt haben sollen, erinnert. Zu den Melodien "Hohe Berge" und „Fließendes Wasser " schlössen die beiden enge Freundschaft auf Leben und Tod.
Wuhan ist zudem unbestreitbar Chinas drittgrößte Universitätsstadt, nach Peking (chinesisch: 北京) und Shanghai (chinesisch: 上海). Zur Wahl haben die Studenten in Wuhan sieben dem Bildungsministerium direkt unterstellte Schwerpunkt-Universitäten und mehr als 100 weitere Hochschulen. Im Vergleich zu den verstärkt materialistisch erscheinenden Küstenstädten steht Wuhan mit seinen übermäßig vielen Hochschulen eher für Geist und Kultur. Steht man auf dem Dach eines Hörsaals der Technischen Universität Huazhong, die auf dem Yujiashan, dem höchsten Hügel der Stadt, liegt, kann man den Blick auf das phantastische Wasser getrunken, nun in Wuchang Fisch probiert." Ein Insider-Tip: das echte Aroma des Wuchang-Fisches kann man erst genießen, wenn der frisch gefangene Fisch gedämpft wird!
Erwähnenswert ist überdies die sogenannte „Warme Trockennudel" (chinesisch: 热干面), die bei den Wuhanern sehr beliebt ist, weil diese leckere Spezialität schnell zubereitet ist, wenig kostet und sättigend ist. Das Gericht besteht lediglich aus gekochten Nudeln und einer Sauce aus Sesamöl, Sesampaste, fein geschnittenem Lauch und Paprika. Die „Warme Trockennudel" ist also die beste Wahl, wenn man nach einem langen Straßenbummel und dem Feilschen auf den Märkten gut und günstig essen möchte.
Die Hanzheng-Straße, die größte Einkaufsstraße Wuhans, ist nicht nur für preiswerte Waren bekannt, sondern vielmehr für ihre lange kommerzielle Geschichte. In- und ausländische Geschäftsleute siedelten sich dort an, da die Straße seit jeher als der Warenumschlagsplatz der Stadt Wuhan gilt. Zweifelsohne findet man in dieser Straße eine gemischte Ansammlung von traditioneller chinesischer und europäischer Architektur. Läden und Geschäfte mit verschiedenen Baustilen reihen sich an der Straße aneinander. Die meisten davon sind zweistöckig mit weißen Dächern, braunen Wänden sowie offenen, halboffenen und schmalen Fassaden. An den Läden, die von zwei Gassen eingeschlossen werden, ist die Fassade meist mit rot lackierten und reich verzierten Querbalken ausgestattet. Der Baustil erinnert an das reiche traditionelle Erbe. Nach einer großangelegten Renovierung ist die Hanzheng-Straße heute eine moderne Einkaufsstraße.





























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