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Die westlichen Qing Gräber
In der Grabanlage Muling der westlichen Qing Gräber ist die große Halle besonders erwähnenswert.
Die westlichen Qing Gräber (chinesisch: 清西陵) liegen in Lianggezhuang im Kreis Yixian (chinesisch: 易县) ungefähr 100 km von Peking entfernt in der bezirksfreien Stadt Baoding (chinesisch: 保定) in der Provinz Hebei (chinesisch: 河北).
Zu dieser Anlage gehören vier Kaisergräber, drei Kaiserinnengräber, drei Konkubinengräber und außerdem noch Gräber von Prinzessinnen und Prinzen. Die Anlage ist sehr groß, der Umfang erstreckt sich über 100 km. Die Gräber sind noch gut erhalten. Tailing, das Grab des Qing-Kaisers Yongzheng (chinesisch: 雍正), liegt in der Mitte, und die Gräber weiterer Kaiser rechts und links davon.
Bereits im 7. Jahr seiner Amtszeit wählte Yongzheng diese Stelle als seinen Begräbnisort aus. Und im Jahr darauf begannen die Bauarbeiten. Es gibt Spekulationen darüber, warum Kaiser Yongzheng nicht mit seinem Vater in den östlichen Grabstätten begraben werden wollte: Yongzheng war der vierte Sohn von Kaiser Kangxi. Kangxi aber bestimmte in seinem Testament seinen 14. Sohn als Nachfolger. Yongzheng (chinesisch: 雍正) fälschte daraufhin das Testament und riß den Thron an sich. Vermutlich aus diesem Grund wollte er nicht in der Grabstätte seines Vaters beerdigt werden, sondern wählte unter einem Vorwand die westliche Grabstätte.
Tailing (chinesisch: 泰陵) ist das größte Westgrab. Diese Anlage ist 250 Jahre alt. Im Baustil ähnelt sie dem der Ostgräber. Mitten durch die Anlage zieht sich ein mit Kiefern und Zypressen gesäumter "Heiliger Weg".
In der Grabanlage Muling (chinesisch: 慕陵) des Kaisers Daoguang ist die große Halle besonders erwähnenswert. Sie besteht vollständig aus Nanmu-Holz. Öffnet man die Tür der Halle, weht einem schon der Duft des Holzes entgegen. Die Decke ist mit unzähligen Drachen verziert, die ihre Mäuler aufreißen oder ihre Backen aufblasen, ganz so, als ob sie diesen Duft auspusten würden. Darüber erzählt man sich folgende Geschichte: Eigentlich sollte das Grab des Kaisers Daoguang (chinesisch: 道光) bei den östlichen Grabstätten liegen. Aber als der Bau schon fertig war und Daoguang einmal seinen unterirdischen Palast inspizierte, bemerkte er, dass seine Schuhsohlen feucht wurden. Er führte das darauf zurück, dass die Drachen unter der Erde Wasser ausspuckten. Daraufhin ließ er den unterirdischen Palast niederreißen und bei den westlichen Grabstätten neu aufbauen. Daoguang meinte, dass die Drachen sicher kein Wasser mehr spucken würden, wenn sie oben an der Decke der Halle angebracht würden, wenn sie oben an der Decke der Halle angebracht würden, und so ließ er eine Decke aus Nanmu-Holz mit vielen Drachen anfertigen - und wirklich - von da an spuckten die Drachen kein Wasser mehr, sondern pusteten Duft aus, und der Boden in den Sälen war trocken.
Seit 1949 werden die westlichen Grabstätten in einem guten Zustand erhalten und ziehen mit ihrer alten Kunst und ihrer herrlichen Umgebung immer mehr Besucher an.


























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