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Weihai
Die ostchinesische Küstenstadt Weihai liegt am östlichen Zipfel einer Halbinsel Shandong.
Weihai (chinesisch: 威海) liegt an einer 1000 Kilometer langen Küstenlinie der Provinz Shandong (chinesisch: 山东) und ganz in der Nähe anderer Reiseziele in der Provinz Shandong wie etwa Qingdao (chinesisch: 青岛) und Rizhao (chinesisch: 日照).
Die Innenstadt von Weihai ist zu etwa 80 Prozent von Bäumen und Grünflächen bedeckt. Im riesigen Haibin-Park entlang der Küste können Besucher unter Kiefern, Phönixbäumen und japanischen Schnurbäumen Entspannung finden. Das Meer ist ein untrennbarer Teil der Stadtlandschaft. Von vielen Punkten in der Stadt hat man einen perfekten Meeresblick.
Weihai ist wegen seines maritimen Klimas ein idealer Erholungsort. Im Jahre 2003 erhielt die Küstenstadt den UNO-Habitat-Preis. Vor der Küste von Weihai liegen rund 100 kleinere Inseln. Die wohl bekannteste unter ihnen ist die Liugong-Insel. Der Volksmund sagte, dass auf der Liugong-Insel die Götter wohnen.
In den Augen der Chinesen, die vor mehr als 2100 Jahren lebten, war die Küstenstadt Weihai (chinesisch: 威海) zugleich das östliche Ende des chinesischen Reiches. Nach der Wiedervereinigung des Reichs ging der erste chinesische Kaiser Ying Zheng oft auf Inspektionsreisen. Dabei ließ er an den entferntesten Winkeln seines Reichs Monumente aufstellen, um damit seine Verdienste zu verewigen. Im Jahre 210 v. Chr. kam Kaiser Ying Zheng auch nach Weihai (chinesisch: 威海). Mit seinem Hofstaat lebte der Kaiser damals im Shihuang-Tempel auf dem Chengfeng-Hügel.
Weihai ist reich an Thermalbädern. In der Innenstadt wurden Dutzende Thermalquellen entdeckt. Bereits in der Tang-Dynastie vor mehr als 1000 Jahren wusste man die Thermalquellen in Weihai gut zu nutzen. Heute sind viele Kurstätten um die Thermalbäder herum errichtet worden.
In den Weihai (chinesisch: 威海) umgebenden Bergen liegt der Shengjing-Berg (chinesisch: 圣经山), der Berg der heiligen Schrift (chinesisch: 圣经山摩崖). Der Taoistische Berg soll auch der Ursprung der Quanzhen-Sekte (der Sekte der vollkommenen Wahrheit) bekannt sein. Heute hat der Wald dichte und tiefe Täler, die unter einem Nebelschleier versteckt sind. Auf dem Berggipfel steht ein riesiger Felsen, auf dem der gesamte Text des Daodejing (Das Buch vom Weg und der Tugend) von Laozi (chinesisch: 老子), dem Begründer des Taoismus, eingeritzt steht.
Auf der Liugong-Insel sind viele historische Denkmäler gut erhalten. Dazu zählen die Schule und der Amtsitz eines Admirals der ersten chinesischen Marine. Ende des 19. Jahrhunderts bedrohte Japan zunehmend die Sicherheit Chinas. Deshalb sah sich die chinesische Regierung gezwungen, eine moderne Marine aufzubauen. Der Kaiserhof beauftragte den Außenpolitiker Li Hongzhang mit der Ausrüstung der Marine und der Schulung der Soldaten. Li hatte unterdessen mehrere Kriegsschiffe aus Deutschland und Großbritannien bestellt. Ausgerüstet mit einer derart modernen Kriegsflotte entstand die erste moderne Marine Chinas.
40 Kilometer von der Liugong-Insel (chinesisch: 刘公岛) entfernt befindet sich ein großer Kiefernwald, der 2,7 Mio. Quadratmeter einnimmt. Dort kann man mit der Seilbahn auf den Gipfel eines Hügels fahren. Während der Seilbahnfahrt gewinnt man einen idealen Überblick über den schönen Wald.
Ebenfalls geschichtlich interessant ist dass das Gebiet im Jahr 1898 für einen Zeitraum von 32 Jahren an die Briten als Flottenstützpunkt verpachtet war. In dieser Zeit entstand eine Anzahl bemerkenswerte europäischer Gebäude und der erste Golfplatz Chinas. Der heute noch dort existente Golfclub „Weihai Fanhua“ soll einer der anspruchvollsten Golfplätze Asien sein. Doch der britische Einfluss hatte nicht überall Freunde. Besonders ein Dichter Wen Yiduo drückte seinen patriotischen Widerstand gegen diese und andere koloniale Ausbeutungen in seinem Werk Lied der sieben Söhne aus. Die „sieben Söhne“ bezogen sich auf Hong Kong (chinesisch: 香港), Macao (chinesisch: 澳门), Taiwan (chinesisch: 台湾), Weihai (chinesisch: 威海) - früher Weihaiwei (chinesisch: 威海卫), die Guangzhou-Bucht (chinesisch: 广州), Kowloon (chinesisch: 九龙) und Lüda [das heutige Lüshunkou (chinesisch: 旅顺口) und Dalian chinesisch: (大连)], die zu jener Zeit alle von westlichen Mächten besetzt waren. In seinen Werken rief er das chinesische Volk zur Einheit und zum Kampf für die Wiederherstellung seines rechtmäßigen Territoriums und gegen Kolonialherren auf.
Weihai (chinesisch: 威海) ist etwa eine Flugstunde von Peking (chinesisch: 北京) oder Shanghai (chinesisch: 上海) entfernt. Gelandet in Jinan der Provinzhauptstadt von Shandong braucht man mit dem Zug nach Weihai etwa vier bis fünf Stunden. Weihai ist nur 95 nautische Meilen über das Meer von Südkorea entfernt und drei Lokalflughäfen bieten Charterflüge in viele südkoreanische Städte an.


























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