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Chinas Volksglauben - Chinas Götter
Im Gegensatz zum Volksglauben im Westen verehrt man in China viele Götter.
China hat eine lange Geschichte und eine reiche traditionelle Kultur. Die Chinesen haben viel zur menschlichen Zivilisation beigetragen, darunter auch im Bereich des Volksglaubens und des Brauchtums.
Die Erde, auf der wir leben, existiert schon seit fünf Milliarden Jahren. Bevor die Menschheit erschien, gab es keine Götter im All; die Götter kamen nach dem Auftauchen der Menschheit. Die Menschen schufen ihre menschliche Gesellschaft und gleichzeitig die Welt der Götter, die ihr Schicksal in der Hand haben sollen. Erst seit die menschliche Welt existiert, existiert auch die Welt der Götter.
Alle Menschen streben nach dem Glück, doch leider ist das wirkliche Leben kein Paradies und kein Reich der Erlösung. Die Götter sind von Menschen ausgedachte schöne Träume und bringen den Menschen das Glück der Illusion.
Die Haupttendenz des chinesischen Volksglaubens und des Brauchtums ist gesund, aktiv und erfüllt von Glück, Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Schlichtheit; sie folgt den historischen Tendenzen und verändert sich ständig, viele Bräuche werden um neue Inhalte ergänzt. Das Drachenbootfest am fünften Tag des fünften Monats und das Opferfest am achten Tag des zwölften Monats nach dem chinesischen Mondkalender haben ihre ursprüngliche religiöse Bedeutung längst verloren und sind volkstümliche Feste geworden. Die drei Sterne des Glücks, der Karriere und des langen Lebens, die Türgötter, die Erdgötter, die Göttin des Mitleids Guanyin, der Gott des Militärs Guan Yu usw. haben immer weniger göttliche und immer stärker menschliche Züge, sie sind wie Familienmitglieder.
Im Gegensatz zum Volksglauben im Westen verehrt man in China viele Götter. China hat eine reiche Tradition des Schaffens von Göttern, die sechs großen Systemen zugeordnet werden können, nämlich dem Daoismus, dem Volksglauben, dem chinesischen Buddhismus, den Jenseitsvorstellungen, den Religionen der nationalen Minderheiten und dem tibetischen Buddhismus (Tantrismus); die Götter jedes dieser Systeme zerfallen weiter in Rangordnungen und Klassen, und in jeder Kategorie gibt es große und kleine Götter, Teufel, Unsterbliche und Buddhas.
Die Volksreligionen Chinas sind wie ein mächtiger Baumstamm, der tief im fruchtbaren Boden Chinas wurzelt. Die Götter des Daoismus, des Volksglaubens, des chinesischen Buddhismus, der Jenseitsvorstellungen, der Religionen der nationalen Minderheiten und des tibetischen Buddhismus sind wie sechs mächtige Äste und die unzähligen Götter, Teufel, Unsterblichen und Buddhas sind wie dichtes Laub. Zusammen bilden sie einen himmelhoch aufragenden Baum.
Dieser riesige Baum ist schon seit langer Zeit eine wichtige Stütze des geistigen, kulturellen und materiellen, ja sogar des politischen Lebens des chinesischen Volkes und hat einen wichtigen tiefen Einfluss gehabt. Man kann sagen, dass man die Chinesen nicht ganz verstehen kann, wenn man den Volksglauben und den Götterkult der Chinesen nicht versteht.
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