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Shanghai
Shanghai ist die größte Metropole Chinas beziehungsweise ganz Ostasiens.
In dieser über 160 Jahre alten Stadt gibt es nicht nur traditionelle Industrien, es sind dort auch die sich rapide entwickelnde Informationsund Elektronikindustrie, die Raumfahrtindustrie sowie der internationale Finanzsektor angesiedelt. Immer mehr ausländische Investoren interessieren sich für Shanghai. Über die Hälfte der weltweiten Top-500-Unternehmen haben bereits in Shanghai einen Sitz. Ende 2005 hieß es in einer britischen Zeitung, das sich wirtschaftlich rasant entwickelnde Shanghai könnte in wenigen Jahren das in weltweit drittgrößte Finanzzentrum nach London und New York werden. Bis zu diesem Zeitpunkt könnte auch der Hauptsitz der chinesischen Zentralbank in Shanghai fertiggestellt werden. Damit wird Shanghai der Sitz von Niederlassungen der fünf größten Finanzmärkte, nämlich Währungen Wertpapiere, Gold, Termingüter und Devisen. Aber bereits heute schon wird Shanghai als "Wirtschaftshauptstadt Chinas" bezeichnet.
Shanghai (chinesisch: 上海) ist mit mehr als 20 Millionen Einwohner (Ballungsraum, Stadtgebiet ca 10 Millionen) die zweitgrößte Stadt Chinas nach Chongqing und vor Peking. In Shanghai liegt mit über 21,71 Millionen TEU pro Jahr der drittgrößte Containerhafen der Welt. Nach Gesamtumschlag ist der Hafen mit 537 Millionen Tonnen Waren im Jahre 2006 sogar der größte.
Am Bund im Zentrum Shanghais stehen mehrere Dutzend Gebäude europäischen Stils, meist gotisch, barock oder romanisch geprägt, und bilden ein für die Stadt symbolhaftes Viertel am Huangpu-Fluß. Der Bund wird auch gerne als "Architektur-Expo" bezeichnet. Wegen der natürlichen geographischen Überlegenheit haben sich die Stadtteile am Huangpu-Fluß in das erstklassigste und modernste Handelszentrum in ganz China entwickelt, das außerdem auch zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland anzieht, die diese Stadt mit ihrem besonderen Mix aus östlicher und westlicher Kultur besuchen.
Shanghai (chinesisch: 上海) wird durch den Huangpu-Fluss in zwei Seiten geteilt: die ältere Puxi (westlich des Flusses) und die neuere Pudong (östlich des Flusses).
In Shanghai findet man nicht nur traditionelle Teehäuser, Geschäfte, Stadtgott-Tempel und Gärten wie Yuyuan, sondern auch Bars und Restaurants in Xintiandi. Der Bund ist ein Freilichtmuseum internationaler Architketur.
In Shanghai (chinesisch: 上海) leben wichtige Religionen nebeneinander: Buddhismus, Christentum und Islam. Jade-Buddha-Tempel, Longhua-Tempel und Shanghai Moore Memorial Church sind für religiöse Anhänger aus aller Welt zugänglich.
Das Shikumen-Haus oder auch Steintor-Haus in Shanghai repräsentiert den typisch südchinesischen Baustil. Bis heute wohnen immer noch viele Shanghaier in derartigen Häusern. Die Shikumen-Häuser entstanden zu Beginn der Öffnung der Stadt. Wegen der damaligen Kriegswirren flüchteten viele Wohlhabende aus dem Landesinnern in die Konzessionszonen in Shanghai. Um die Verwaltung zu erleichtern, wurden in einigen Gegenden kollektive Siedlungen gebaut. Diese Häuser wurden, ähnlich den Gebäuden in Kasernen, in Reihen angeordnet. Dazwischen befanden sich die Longtang (Gassen). Der Shikumen-Baustil verkörpert den traditionellen chinesischen Wohnungsbau s til, nämlich den der Siheyuan (Anwesen mit ebenerdigen Häusern um einen viereckigen Hof). Vorne befindet sich dabei ein kleines Wohnzimmer, in der Mitte ist ein kleiner Hof, und an der östlichen und westlichen Seite sind Seitenflügel. Das Tor hat einen aus Stein gebauten Rahmen und zwei schwarz lackierte Türflügel. An der Front des Tores befindet sich eine einfache traditionelle architektonische Dekoration europäischen Stils.
Das Shikumen-Haus stellt somit eine Miniatur der alten Gesellschaft in Shanghai dar und gilt als ein Beleg für die heutige Internationalst der Stadt. Das Stadtviertel Xintiandi (Neue Welt) etwa wurde, südlich der Huaihaizhonglu-Straße im Stadtzentrum gelegen, dem Charakter des Shikumen-Stils und der entsprechenden Häuserviertel angepasst. Man findet dort Boutiquen, internationale Restaurants, Cafes und Bars, wodurch eine gemischte chinesische und europäische Atmosphäre geschaffen wurde. In dem von vielen Filmstars aus Hongkong und Taiwan, darunter Jackie Chan, betriebenen Unterhaltungszentrum "Östliche Attraktion" verkehren außerdem oft bekannte Stars. Im zweiten Stockwerk eines nahegelegenen Restaurants mit westlicher Küche werden zudem jeden Abend ein exotisches Ballett und humorvolle Zirkusnummern aufgeführt. Im Gegensatz dazu ist es im von dem bereits verstorbenen Künstler Chen Yifei errichteten Layefe Home relativ ruhig. Dort kann man sowohl traditionelle als auch moderne Kultur genießen. Erst um Mittenacht erreicht das Leben in Xintiandi schließlich den Höhepunkt. Immer mehr Besucher kommen in das Viertel/ und in den Cafes an der Straße plaudern die Nachtschwärmer aus aller Welt in mildem Licht...
Für Menschen aus dem Westen gehört Shanghai zu den beliebtesten Städten in China. Ein Grund hierfür ist wahrscheinlich, dass sich in der internationalen Stadt auch die Literatur- und Kunstszene des Landes konzentriert. So finden in der Metropole das ganze Jahr hindurch Kulturveranstaltungen und ein kultureller Austausch statt. Dazu zählen Konzerte/ Kulturdarbietungen und Sportveranstaltungen sowie Ausstellungen auf internationalem Niveau. In Shanghai lebende Ausländer erhalten dadurch nicht das Gefühl der Fremdheit, außerdem hält diese Stadt immer mit den weltweiten Entwicklungen Schritt. Shanghai ist eine moderne Weltmetropole, in der jedoch immer noch die chinesische Tradition gepflegt wird. Die weitere Entwicklung dieser Stadt wird weltweit mit großem Interesse verfolgt.
Shanghai ist trotz seiner Grösse eine sehr sichere Stadt. Urlauber sollten sich allerdings vor Taschendieben und Schleppern in Acht nehmen. Vor allem in der Nanjing Road (East) wird man von jungen Damen angesprochen, die einen Kaffee trinken wollen. Mit ihnen sollte man keinesfalls mitgehen, weil man sich sonst an einem buntgedeckten Tisch mit allerlei teuren Alkoholika und Speisen wiederfindet. Wer die Rechnung zu bezahlen hat ist dann recht klar. Auch wimmelt es in der Stadt von sogenannten "Studenten" mit guten Englischkenntnissen, die einen zum Besuch einer Teezeremonie oder einer Kunstausstellung mitnehmen möchten. Auch hier auf keinen Fall einwilligen. Ansonsten wird man in Shanghai eigentlich weniger betrogen als man es für eine asiatische Metropole vermuten mag. Zu Gewalttaten oder Raub kommt es in der Regel nicht. Allerdings sollte man im Streitfall deeskalierend reagieren. Meiden sollte man südliche und westliche Vororte. Dort ist die Kriminalitätsrate hoch, besonders in den letzten Jahren ist sie angestiegen, was aber auch auf die immer mehr werdenen Privatwagen zurückzuführen ist, die Ziel von Diebstählen werden.
Bilder und Impressionen aus Shanghai
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