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Das Rot der Männer
Für die Krieger der verschiedenen Dynastien war Rot eindeutig ein Symbol der Männlichkeit, die Farbe der Krieger und des Militärs.
In vielen Kulturen gilt Rot als die Farbe der Macht. Wenn man daran denkt, dass Rot für Blut und Feuer steht, fällt es nicht schwer, es als Symbol für Männlichkeit zu verstehen.
Auch in der chinesischen Mythologie ist Rot die Farbe der Sonnen-, Kriegs- und Feuergötter. Nach dem Mythos sind dies alles männliche Gestalten, aber ihre Charaktere und Eigenschaften sind sehr unterschiedlich.
Der Sonnengott Chinas tritt nicht in Menschengestalt auf, er wird immer als runder Kreis dargestellt. In die Mitte des Kreises malt man eine rote Krähe mit drei Krallen. Man baute ihm einfach rote Altäre und brachte ihm mit größter Ehrfurcht Opfer dar. Wenn der Kaiser dem Sonnengott opferte, trugen er und alle Beamten rote Kleidung. Als Opfergaben brachte der Kaiser rote Korallen und Lebensmittel dar. Diese Zeremonie wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts jährlich vollzogen. In der Kaiserzeit musste sich jeder an der "Rettung der Sonne" beteiligen, wenn eine Sonnenfinsternis eintrat. Denn man glaubte, dass ein Hund im Himmel die Sonne fressen wollte. Um der Sonne Kraft zu verleihen, nahmen alle kaiserlichen Beamten ihre Kopfbedeckungen ab, banden sich stattdessen rote Tücher um den Kopf und schauten unbeirrt gen Himmel, bis die Sonne wieder zum Vorschein kam. Gleichzeitig schlug das Volk Trommeln und Gongs in dem Glauben, dadurch den Hund im Himmel zu verjagen.
Der chinesische Kriegsgott ist Guan Yu, man nennt ihn respektvoll "Fürst Guan". Er war eine bedeutende Persönlichkeit gegen Ende der Han-Dynastie und wurde dann nach und nach als Gott verehrt. Er war ein vertrauenswürdiger Mensch mit dattelrotem Gesicht, einem langen Vollbart und hielt einen Säbel in der Hand. Er ritt auf einem roten Pferd, der "Roter Hase" genannt wurde. Fürst Guan konnte mit Waffen ausgezeichnet umgehen und kämpfte tapfer. Seine Verehrung als Kriegsgott verdankte er jedoch nicht in erster Linie seiner Waffenkunst, sondern seinem tugendhaften Charakter. In ihm waren Loyalität und Kameradschaft perfekt vereint. Bis zum heutigen Tag gibt es in China viele Tempel, in denen Guan Yu geopfert wird.

























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