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Ressourcen
Die nachhaltige Nutzung der Ressourcen.
Unter Ressourcen versteht man alles von Wert, was in der Natur und in der menschlichen Gesellschaft vorkommt. Naturressourcen existieren auf oder unter der Erdoberfläche, auch Sonneneinstrahlung, Windkraft und Gezeitenenergie eingeschlossen.
Die gesellschaftlichen Ressourcen umfassen im weiten Sinn Humankraft, Technik, Verwaltung, Informationen usw.
China ist ein Land mit einem großen Territorium und reichen Bodenschätzen. Mit 9,6 Millionen Quadratkilometern ist China nach Russland und Kanada das drittgrößte Land, und auch mit dem gesamten Volumen seiner Ressourcen steht China in der vorderen Reihe.
Mit einer Ackerfläche von 96,85 Millionen Hektar steht es auf dem vierten Platz, mit seinem Grasland von 224,67 Millionen Hektar auf Platz drei, mit einer Waldfläche von 115,33 Millionen Hektar auf dem siebten Platz, mit dem ermittelten Eisenerz von 49,6 Milliarden Tonnen auf dem dritten Platz und mit den Phosphatvorkommen von 13,35 Milliarden Tonnen auf dem zweiten Platz, um nur einige Beispiele zu nennen.
Mit anderen wichtigen Ressourcen wie Süßwasser, Erdöl, Erdgas und Kupfer ist China im internationalen Vergleich etwas hinten, aber die gesamten Mengen sind immerhin noch gewaltig. Im Großen und Ganzen verfügt China also über reiche und mannigfaltige Naturressourcen.
Chinas Territorium umfasst die tropische, subtropische, warmgemäßigte und kaltgemäßigte Klimazone. Es weist eine vielfältige Topographie auf, die Höhenunterschiede sind gewaltig von Stellen unter dem Meeresspiegel und zum höchsten Berg der Welt, dem Qomolangma mit einer Höhe von 8848 Metern. Die Bedingungen sind vorhanden, dass China, gestützt auf seine eigenen Ressourcen, ein unabhängiges Wirtschaftssystem errichtet. Es gibt in der Welt nur wenige Länder, die von der Natur auf solche Weise bevorzugt sind.
Dennoch besteht in China sowohl eine absolute als auch eine relative Ressourcenknappheit. Vor allem ist die Versorgung mit Naturressourcen in der absoluten Menge, gemessen an der großen Bevölkerung Chinas, ungenügend. China hat eine Ackerfläche, die 7% der Ackerfläche der Welt ausmacht, und die Pro- Kopf- Waldfläche Chinas beträgt 16% der Waldfläche der Welt, während die Bevölkerung Chinas 21 % der Weltbevölkerung ausmacht.
Es existieren daneben noch strukturell bedingte relative Schwachpunkte:
So sind manche wichtige Ressourcen wie Erdöl und Erdgas nicht ausreichend. Unter den fossilen Energieträgern macht die Kohle als die minderwertigere Energiesorte den größten Anteil aus, was sich auf die Erhöhung der Wirtschaftseffizienz und auf die Umwelt negativ auswirkt. Chinas Grasland nimmt zwar den dritten Platz der Welt ein, ist aber vorwiegend auf die trockene, halbtrockene oder kaltalpine Zone verteilt, von schlechter Qualität und deshalb nur bedingt belastbar.
Und manche Erzvorkommen liegen entweder tief unter der Erde oder sind gemischt gelagert, so dass der Abbau und die Verhüttung mit großen Schwierigkeiten und hohen Kosten verbunden sind.
Chinas größtes Problem ist jedoch die geringe Pro-Kopf-Menge seiner Ressourcen. Die Pro- Kopf- Waldfläche beträgt nur ein Sechstel des Weltdurchschnitts, die Pro-Kopf- Wassermenge knapp ein Drittel und die Pro-Kopf-Weidefläche die Hälfte.
Zu diesem niedrigen Niveau der Pro-Kopf-Menge der Ressourcen kommt noch ein im Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung steigender Verbrauch bestimmter Ressourcen. Mit der Verbesserung der Produktivkräfte und der Steigerung der Leistungsfähigkeit der Produktion tauchen neue Konsumartikel auf und entwickeln sich neue Verbrauchergewohnheiten. Die Folge ist, dass der Druck auf die Ressourcen zunimmt.
Die Weltbevölkerung wuchs zwischen 1960 und 1985 von 3 auf 4,8 Milliarden, ein Wachstum um 60%; der Energieverbrauch hat im gleichen Zeitraum jedoch um 130% zugenommen, um mehr als das Zweifache gegenüber dem Bevölkerungswachstum.
China ist ein Land mit einem noch niedrigen Konsumniveau, jedoch eines der Länder, in denen das Konsumniveau am schnellsten anwächst. Die Zunahme des Einkommens der Stadt- und Landbevölkerung führt zur Steigerung der Konsumtion, die Urbanisierung treibt die Konsumtion voran, die Werbung weckt neue Bedürfnisse und fördert den Konsum. All das bewirkt, dass die Zunahme des Ressourcenverbrauchs viel höher ist als die der Bevölkerung. In Zukunft wird dieser Effekt noch viel deutlicher in Erscheinung treten, dass heißt, die Knappheit an Ressourcen wird noch ernster.
Angesichts des Trends der sich verschärfenden Gegensätze des Wachstums der Bevölkerung und der knapper werdenden Ressourcen muss neben der energischen Kontrolle des Bevölkerungswachstums ein Bewußtsein für die Ressourcenknappheit geschaffen werden. Die nichtregenerativen Ressourcen werden immer weniger. Eine Strategie für den sparsamen Umgang mit den Ressourcen muss mit großer Kraft vorangetrieben werden, eine Strategie, die die vernünftige Erschließung und Verwertung der Naturressourcen, die Effizienz der Ressourcennutzung und die Vermeidung der Verschwendung umfasst.
Die Form des Wirtschaftswachstums muss sich vom extensiven zum intensiven Typ wandeln, und dabei muss eine rigorose Sparsamkeit geübt werden. Ein entsprechender Verwaltungsmechanismus ist zu etablieren, um zu ermöglichen, dass die Ressourcen rationell erschlossen und verwendet sowie Verschwendungen entsprechend geahndet werden; das Eigentumsrecht der Ressourcen ist klar zu definieren und wirkungsvoll zu überwachen.
Der Zehnte Fünfjahresplan für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Volksrepublik China, der auf der 4. Tagung des IX. Nationalen Volkskongresses angenommen wurde, beinhaltet diese Richtlinie. Im Jahr 2005 sollen danach der Koeffizient der wirksamen Wassernutzung 0,45 und die industrielle Wasserwiedernutzungsrate 60% erreichen; die Wasserversorgungskapazität soll um 40 Milliarden Kubikmeter ausgebaut werden, und man will an der grundlegenden Politik für den Schutz der Ackerböden festhalten und große Anstrengungen unternehmen, in Stadt und Land die von Industrie und Bergwerken genutzten Böden zu sanieren, sie wieder urbar zu machen und die Struktur der Bodennutzung zu regulieren.
Der Waldbrandschutz, die Verhütung des Befalls durch Pflanzenkrankheiten und Schädlinge sowie die Verwaltung des Holzeinschlags sollen verstärkt sowie das Verwaltungssystem in Bezug auf die Forstwirtschaft vervollständigt werden. Das Grasland soll strenger geschützt werden, die Bodenschätze werden im Rahmen der Gesetze strenger verwaltet, die Wiederverwertung von Abfällen wird intensiviert.
























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