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Regulierung
Regulierung der Struktur der Wirtschaftssektoren.
Die Wirtschaft wird normalerweise in den primären, sekundären und tertiären Sektor eingeteilt. Zum primären Sektor gehören die Landwirtschaft einschließlich Forstwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, auf den sekundären Sektor entfallen Industrie und Baugewerbe, und der ganze Dienstleistungsbereich zählt zum tertiären Sektor, der sich in den Städten konzentriert.
Unter Urbanisierung der Bevölkerung versteht man die Wanderung der Menschen vom Land in die Städte, was vor allem eine Wanderung von Beschäftigten des primären Sektors zum sekundären und tertiären Sektor ist. Die Änderungen der Struktur der Wirtschafts sektoren, hervorgerufen durch die Industrialisierung und Modernisierung, schafft einerseits für die Urbanisierung der Bevölkerung die materiellen Grundlagen und Beschäftigungsmöglichkeiten, andererseits fördert die Urbanisierung die wirtschaftliche Entwicklung. Zwischen der Urbanisierung und der Struktur der Wirtschaftssektoren existiert eine wechselwirkende und einander fördernde Beziehung. Das haben die letzten 50 Jahre deutlich zum Ausdruck gebracht.
In den 50er Jahren erfuhren die Grundlagenindustrien mit der Schwerindustrie als Hauptbestandteil eine rasche Entwicklung. Der Anteil des sekundären Sektors am Bruttosozialprodukt stieg rapide an, er nahm von 1952 bis 1958 um 16,1 Prozent zu und erreichte damit eine durchschnittliche Jahressteigerung von 2,7 Prozent. Während dieses Zeitraums nahm der Anteil des primären Sektors um 16,4 Prozent ab. Der tertiäre Sektor blieb fast unverändert. Die Urbanisierung der Bevölkerung folgte dem schnellen Wachstum des sekundären Sektors. Die städtische Bevölkerung wuchs in diesen sechs Jahren um 3,8 Prozent, ein durchschnittliches Jahreswachstum um 0,6 Prozent und somit eine Zeit der schnellen Urbanisierung.
In den 60er und 70er Jahren stagnierte die Urbanisierung in China, der Anteil der städtischen Bevölkerung ging von 1961 bis 1974 sogar zurück und erreichte erst 1980 wieder das Niveau von 1960. Die Stagnation währte insgesamt 20 Jahre. In diesem Zeitraum wuchs zwar der Anteil des sekundären Sektors und übertraf zum ersten Mal den des primären Sektors, doch das Entwicklungstempo war langsam. Der Anteil des sekundären Sektors am Bruttosozialprodukt stieg in den 20 Jahren nur um 4 Prozent und damit weit geringer als in den 50er Jahren. Der tertiäre Sektor schrumpfte hingegen. Im Vergleich zu 1960 ging der Anteil des tertiären Sektors am Bruttosozialprodukt um 10,7 Prozent zurück, ein durchschnittlicher Jahresrückgang um 0,5 Prozent. Der primäre Sektor stieg um 6,7 Prozent, ein durchschnittlicher Jahresanstieg um 0,3 Prozent.
In den 80er Jahren entwickelte sich die volkseigene, kollektive und private Wirtschaft mit der Vertiefung der Reform des ländlichen und städtischen Wirtschaftssystems in unterschiedlichem Maße. Die flexible Beschäftigungspolitik und die Lockerung der Beschränkung einer Arbeitsaufnahme von Bauern in der Stadt bewirkten, dass die städtische Bevölkerung stark zunahm. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung stieg von 19,4% 1980 auf 30,9% 1999, ein durchschnittlicher Jahresanstieg um 0,6 Prozent. Gleichzeitig veränderte sich die Struktur der Wirtschafts sektoren: Der primäre Sektor ging um 12,4 Prozent zurück, der sekundäre Sektor blieb fast unverändert, der tertiäre Sektor erhöhte sich um 13,8 Prozent.
Betrachtet man den Wandel bei den Wirtschaftssektoren, so stellt man fest, dass der Schwerpunkt anfangs bei der Schwerindustrie lag und sich langsam in Richtung Leichtindustrie, Infrastruktur und tertiärem Sektor verschob. Gleichzeitig ging der Anteil der Landwirtschaft ständig zurück. In den vergangenen 50 Jahren wanderten Beschäftigte vom primären Sektor kontinuierlich zum sekundären und tertiären Sektor.
Zwar belegte der primäre Sektor 1999 diesbezüglich immer noch den ersten Platz, sein Anteil jedoch hatte im Vergleich zu 1952 um 33,4 Prozent abgenommen. Hingegen war der Anteil der Beschäftigten im sekundären Sektor um 15,6 Prozent gestiegen, der Anteil der Beschäftigten im tertiären Sektor sogar um 17,8 Prozent. Er übertraf 1994 zum ersten Mal den des sekundären Sektors. Der tertiäre Sektor ist der wichtigste Kanal geworden, durch den von staatseigenen Unternehmen freigesetzte Arbeiter und Angestellte sowie überschüssige ländliche Arbeitskräfte eine Beschäftigung finden. Die Rationalisierung und die Modernisierung der Struktur der Wirtschaftssektoren sind die wirtschaftliche Grundlage für die Urbanisierung.
In den kommenden 20 Jahren wird die Urbanisierung der chinesischen Bevölkerung aller Voraussicht nach den Weltdurchschnitt erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass die Städte eine ausreichende Anziehungskraft haben. Die Struktur der Wirtschaftssektoren aktiv zu verbessern wird ein wirkungsvolles Mittel zur Stärkung dieser Anziehungskraft sein.
Wie schon erwähnt, gibt es auf dem Land rund 200 Millionen überschüssige Arbeitskräfte. Zusammen mit alten Familienangehörigen und Kindern, die von ihnen ernährt werden, beläuft sich die Zahl der potentiellen Abwanderer in die Städte auf mindestens 300 Millionen. Doch die Städte können innerhalb von 10 Jahren nur für ca. 100 Millionen Menschen neue Arbeitsplätze beschaffen. Die Anziehungskraft der Städte entspricht also nicht der ländlichen Abstoßkraft.
Um zu garantieren, dass die Städte wenigstens ein Drittel der überschüssigen Arbeitskräfte aus dem Land aufnehmen, ist die Struktur der Wirtschaftssektoren weiter zu verbessern.
Wohin mit den anderen zwei Drittel der überschüssigen Arbeitskräfte?
Hier ist vor allem an die Entwicklung der Forstwirtschaft, Viehzucht und Fischerei zu denken, wo es viele Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung gibt.
Wenn man die vorhandenen Ressourcen vernünftig erschließt und nutzt, könnte ein Drittel der überschüssigen Arbeitskräfte auf dem Land hier eingesetzt werden. Das letzte Drittel wäre dann vorwiegend in ländliche Unternehmen zu lenken. Nach der Einführung der Reform und Öffnung sind ländliche Unternehmen wie Pilze aus dem Boden geschossen und haben sich zu einer unentbehrlichen Stütze für das wirtschaftliche Wachstum entwickelt. Mit der Vertiefung der wirtschaftlichen Reform, der informationstechnischen Entwicklung, der Erhöhung des Bildungsniveaus und der Tendenz zur Globalisierung sind ländliche Unternehmen mit einer neuen Bewährungsprobe konfrontiert. Durch technische Umgestaltungen, eine Umstrukturierung des Kapitalvermögens und die Entwicklung neuer Produkte wird es möglich sein, in diesem Bereich mehr überschüssige Arbeitskräfte zu beschäftigen.
























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