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Namjagbarwa
Der Namjagbarwa ist ein Mythos in Wolken und der fünfzehnthöchste Gipfel der Erde.
Das hoch in den Himmel emporragende Namjagbarwa-Gebirge liegt an der großen Biegung des Yarlung Zangbo. Er wird im tibetischen Heldenepos "König Gesar" als eine "scharfe Lanze, die den Himmel durchsticht", beschrieben. Daher rührt sein tibetischer Name "Namjagbarwa" (chinesisch: 南迦巴瓦峰).
Das Namjagbarwa-Gebirge schmiegt sich dicht an der großen Biegung des Yarlung Zangbo. Beeinflusst von der warmen und feuchten Luftströmung des Indischen Ozeans, sind seine Gipfel andauernd in Wolken und Nebel gehüllt. In China wird der Namjagbarwa von vielen Wissenschaftlern, Forschungsreisenden und Bergsteigern als das schönste Gebirge Chinas bezeichnet.
Das Namjagbarwa-Gebirge (chinesisch: 南迦巴瓦峰) befindet sich im Bezirk Nyingchi im Südosten des Autonomen Gebietes Tibet (chinesisch: 西藏). Mit einer Höhe von 7782 Metern über dem Meeresspiegel ist es der fünfzehnthöchste Gipfel der Erde. Die Luftlinie vom Gipfel bis zum Fuße des Berges beträgt zwei Kilometer. Der Gipfel liegt das ganze Jahr hindurch unter einer dicken Schneedecke, während am Berefuß das ganze Jahr über Sommer herrscht. Die Vegetationszonen unterscheiden sich wie folgt: Unterhalb der Schneegrenze wachsen tiefgrüne frostbeständige Hochgebirgspflanzen, die sich dicht an den Boden schmiegen. Dann kommen Sträucher — hellviolette alpine Azaleen, rosa Winterjasmin (Primula malacoides, Aurikel). Nach der Sträucherzone gibt es großflächige Tannenwälder. Sie bilden die typischen Nadelwälder der Kältezone. Dem Nadelwald folgend wachsen Laubbäume wie der Kampferbaum und verschiedenartige Azaleen. Unterhalb der Laubwald-Zone gedeihen Tropen-Baumarten wie etwa Bananenstauden. Überall ist hier die imposante Landschaft des tropischen Regenwaldes zu sehen.
Wegen der starken Höhenunterschiede sind im Namjagbarwa-Gebirge verschiedenartige Vegetationszonen entstanden. Daher nennt man das Gebirge auch ,,das natürliche Museum der Vegetationsarten der Welt".
Im Gebiet um das Namjagbarwa-Gebirge gibt es einen weit verbreiteten Mythos: Zwei Himmelsgottheiten werden geschickt, um Südost-Tibet zu bewachen. Diese zwei Gottheiten sind Brüder. Der ältere Bruder heißt Namjagbarwa, der jüngere Bruder Gyalha Bairi. Der jüngere Bruder ist groß und kräftig. In der Kriegskunst zeichnet er sich besonders aus. Darum beneidet der ältere Bruder seinen jüngeren Bruder sehr. Aus Neid und Hass ermordet der ältere Bruder ihn. Später sind sie zu Berggipfeln geworden. Der Gyalha Bairi-Gipfel als Inkarnation des jüngeren Bruders ist in Wirklichkeit eine Bergkuppe/ weil er keinen Kopf hat. Der Gipfel Namjagbarwa als Inkarnation des älteren Bruders ist das ganze Jahr hindurch in Wolken und Nebel gehüllt, weil er aus bitterer Reue sein Gesicht mit Wolken und Nebel bedeckt. So wird vermieden, dass andere sein abstoßendes Anlitz sehen können.
Das Namjagbarwa-Gebirge ist wirklich ein Paradies, ein beliebtes Reiseziel. Die Erzählung über seine Ursprünge hat dem Gebirge eine mythische Färbung verliehen. Die ansässigen Tibeter sagen, dass nur fromme Menschen mit ihren eigenen Augen das gut aussehende Gesicht des Gebirges sehen können. Früher wartete hier einmal ein englischer Forscher geduldig einen Monat lang, um das wahre Gesicht des Gebirges zu erkennen, aber seine Mühe war vergeblich.
Vom wissenschaftlichen Standpunkt her haben Geografen dazu folgendes erklärt: Das Namjagbarwa-Gebirge liegt dicht an der Großen Schlucht des Flusses Yarlung Zangbo. Der Großen Schlucht entlang strömt ununterbrochen feuchte Luft vom Indischen Ozean nach Norden bis zu den Berghängen an beiden Seiten der Großen Schlucht, was dazu führt, dass das Namjagbarwa-Gebirge ständig von Wolken und Nebel verhüllt sind.

























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