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Euphrat-Pappelwald in Luntai
In Luntai befindet sich das weltweit größte natürliche Euphrat-Pappelwaldgebiet.
Der Kreis Luntai (chinesisch: 轮台) befindet sich im Nordwesten des Autonomen Bezirks Bayingolin der Mongolen (chinesisch: 巴音郭楞蒙古自治州) im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang (chinesisch: 新疆) in China.
Die Euphrat-Pappeln (lateinisch: Populus euphratica, chinesisch: 胡杨) können nur am Fluss oder am Ufer eines Oasengewässers an der Sandwüste keimen und aufwachsen. In ihrem Habitat sind stets unzählige Sanddünen anzutreffen. In der Trockenheit der Sandwüste können erwachsene Euphrat-Pappeln jedoch dadurch überleben, dass sie das Gundwasser in großer Tiefe aufnehmen. Daher bezeichnet man sie als den "Heldenbaum" der Sandwüste und den Euphrat-Pappelwald als die "grüne Mauer".
Im Gebiet Luntai (chinesisch: 轮台) des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang befindet sich das weltweit größte natürliche Euphrat-Pappelwaldgebiet, Entlang des Tarim-Flusses in der Taklimakan-Wüste erstreckt sich ein über 400 000 Mu (Flächeneinheit, ein Mu=1/15 Hektar) großer Euphrat-Pappelwald.
Auf Uigurisch heißt die Euphrat-Pappel "Tok-Rak", dies bedeutet "schönster Baum". Tatsächlich ist die Euphrat-Pappel eine ungewöhnliche Baumart, von der es heißt: "Lebt eine Euphrat-Pappel, stirbt sie eintausend Jahre nicht; ist sie abgestorben, so fällt sie tausend Jahre nicht um; ist sie gefallen, verfault ihr Holz eintausend Jahre lang nicht." Die ist eine lebendige Beschreibung der "heldenhaften Eigenschaften" der Euphrat-Pappel. Um den harten Naturbedingungen wie Trockenheit, Sandsturm, drückende Hitze und strenge Kälte Widerstand zu leisten, hat die Euphrat-Pappel einen dicken Stamm. Der Durchmesser des Stammes einer fünf bis sechs Meter hohen Euphrat-Pappel beträgt etwa einen Meter. Einen geraden Stamm könnte der Sandsturm angreifen, daher ist die Euphrat-Pappel krumm gewachsen. Um sich vor glühender Sonne zu schützen, sind ihre schmalen und kleinen Blätter selbst im Hochsommer nicht lindgrün.
Aus der Vogelperspektive gesehen mäandert sich der Tarim-Fluss durch die Taklimakan-Wüste. Er teilt sich in unzählige Arme. Entlang des Tarini-Flusses und dessen Arme erstrecken sich lichte Euphrat-Pappelwälder, die sich bis zum Horizont ausdehnen. Verlegt der Fluss sein Bett, können die sehr leichten Samen der Euphrat-Pappel, verbreitet durch Wind, am neuen Flussbett Lebensraum finden. Dort keimen sie dann, und die Euphrat-Pappeln können aufwachsen und überleben. In der Wüste mangelt es sehr an Wasser. Um sich nach den dortigen natürlichen Bedingungen zu richten, stehen die Euphrat-Pappeln meistens einzeln oder in nur kleinen Gruppen von drei oder vier Bäumen beieinanderstehen. Angesichts der herrschenden Dürre und unzähliger Sandhügeln bewundert man die große Vitalität der Euphrat-Pappel.


























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