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Huang Di Nei Jing
Die für die gesamte chinesische Medizin bestehende Lehre von Yin und Yang wurde im "Buch der Wandlungen" beschrieben.
Älter und in der historischen Bedeutung für Chinesische Medizin ebenfalls sehr wichtig ist das „Buch des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin" (Huang Di Nei Jing). Es entstand vermutlich in der Zeit der Streitenden Reiche zwischen den Jahrzehnten von 475 bis 221 v. Chr.
Angeblich sei das Nei Jing schon etwa 2600 v. Chr. vom mystischen ersten chinesischen Kaiser Huang Di und seinen Ratgebern geschrieben worden.
Die Sprechart der Texte aber, so glauben heutige Forscher, soll eher zu einer Zeit um 1030 v. Chr. und 24 n. Chr. Aktuell gewesen sein. Die emisten sind sich einig, dass das Buch zusammengetragenes Wissen aus verschiedenen Quellen enthält, welches immer wieder weiter verbessert oder ergänzt wurde
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Huang Di Nei Jing in mehreren Versionen veröffentlicht. Als "klassischste" Ausgabe wird die von dem chinesischen Gelehrten Wang Bing genannt, an welcher dieser über 12 Jahre gearbeitet haben soll. Wang Bing , teilweise auch Qixuanzi, oder Wang Taipu genannt, lebte nach jetzigen Erkenntnissen etwa in der Mitte der Tang Dynastie (618-907 n. Chr.) am Hofe des chinesischen Kaisers Yingzhong.
Alle folgenden Versionen des „Huang Di Nei Jing“ sollen nach heutiger Sicht auf die Fassung Wang Bing zurückgreifen.
Die Texte des Nei Jing sind ausgerichtet nach einer Art Medizin, die man heute „ganzheitliche Medizin“ nennt. Im Zwiegespräch zwischen dem legendären Gelben Kaiser (Huang Di) und dem Arzt und Minister Qi Bo entfaltet sich in dem Werk ein ganzheitliches Bild des menschlichen Lebens. Die wesentlichen und bestimmenden Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind darin aufgeschrieben. Die Grundlegenden Gedanken haben noch heute ihre Gültigkeit. Dies macht das Buch zu etwas Besonderem.
Es sind darin Konzepte zur Anatomie, Physiologie, Ätiologie, Pathologie und Diagnostik dargestellt und je nach Diagnose werden Behandlungsweisen vorgeschlagen. Dabei werden äußere Einflüsse (z.B. geographische, klimatische und jahreszeitliche) ebenso wie innere Einflüsse (Gefühle und Element) beachtet. Man findet Beschreibungen, wie die Umwelt oder die Art des Lebens die Gesundheit beeinflusst.
Körper, Seele und Geist, Jahreszeiten und Naturereignissen, alles steht in einem ewigen Wechselspiel. Krankheit, so die Idee des „Huang Di Nei Jing“, ist nicht unabwendbares Schicksal. Das Schicksal hat der Mensch in der Hand, wenn er sehr sich in das durch eine höhere Macht vorgegebene Ordnungsgefüge eingliedert. Gedanken des Daoismus sind in dieser Theorie sehr tief enthalten.

























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