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Hailuogou-Gletscher
In der Nähe der Gletscherzone in Hailuogou gibt es viele Thermen.
Der Hailuogou-Gletscher (chinesisch: 海螺沟冰川) in der Tritonshorn-Schlucht hält mehrere Rekorde: er ist der Gletscher mit dem weltweit stärksten Gefalle, der grandioseste Gletscher in China, der Gletscher mit der weltweit niedrigsten Höhenlage, der Gletscher, auf dem immer wieder Eislawinen niedergehen, und der Gletscher, welcher einer Stadt am nächsten gelegen ist.
Hailuogou befindet sich im Autonomen Bezirk Garze der Tibeter im Westen der Provinz Sichuan (chinesisch: 四川). Hier gibt es mehr als 70 Gletscher, darunter ist der "Gletscher Nr. l" am bekanntesten. Er wird als der "Gletscher mit großen Eisfällen" bezeichnet.
Der "Gletscher Nr. l" strömt vom östlichen Hang des Hauptgipfels des Gongga-Gebirges (chinesisch: 贡嘎山), einem berühmten Schneegebirge in Sichuan, herab. Von der halben Höhe des Gipfels aus stürzt er bis zur Höhe von 3720 Metern über dem Meeresspiegel herab. Sein vertikaler Höhenunterschied beträgt 1080 Meter. In der Welt rangiert er damit an zweiter Stelle nach dem Gletscher im Nationalen Gletscherpark in British Columbia, Kanada, dessen Höhenunterschied 1100 Meter ausmacht. Wie ein silberner Fluss gießt sich der "Gletscher Nr. l" vom Himmel herab. Sein kurvenförmiges Ende ähnelt einem Tritonshorn (auf Chinesisch: Hailuo), daher der Name.
Die anderen Gletscher in Hailuogou sind typische neuzeitliche Meeresgletscher mit eigenem Gepräge. Sie haben ihren Ursprung auf schneebedeckten Hochgebirgen und erstrecken sich bis zu Orten, die auf einem sehr niedrigen Höhengrad liegen. Manche von ihnen haben sich bis zu Gegenden mit einer Höhe von 2800 Metern über dem Meeresspiegel ausgedehnt. Ihre Zungen drängten tief in die Waldzone hinein, was eine seltene Naturlandschaft mit einer Mischung aus weißem Gletscher und üppigem Wald gebildet hat.
Infolge des niedrigen Höhengrades sind die Gletscher in Hailuogou sehr "lebendige" Gletscher, deshalb kann der Gletscherfall jederzeit einstürzen. Insbesondere im Frühling und Sommer können innerhalb eines Tages einige hundert Eislawinen niedergehen. Bei einem Einsturz kann die fallende Eismenge eine Million Kubikmeter erreichen. Durch den unmeßlichen Anprall wird ein riesiger Eisblock in zahllose Stücke zertrümmert, die nach allen Seiten sprühen. Es herrscht im ganzen Tal ein Donnerrollen. Im Nu steigt ein Schneenebel auf, und der Himmel verdunkelt sich.
In der Nähe der Gletscherzone in Hailuogou gibt es viele Thermen mit einer Temperatur von 53°C—80°C. Überall in Wäldern oder unter einer Decke aus Schnee und Eis sind heiße Quellen zu sehen. Der weiße feine Dunst der heißen Quellen und der weiße Schneenebel der Eislawine liegen über dem Urwald. Dies verleiht der Landschaft in Hailuogou ihr einzigartiges Gepräge.


























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