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Guizhou
Guizhou ist ein neu emporstrebendes Touristenziel in China.
Die sehr gebirgige Provinz Guizhou schließt sich südlich an Sichuan an. "Park-Provinz" wird Guizhou auch genannt, da Guizhou so bezaubernd ist. Dörfer, die sich an steile Reisterrassen schmiegen, zerklüfteten Felsen, die aus leuchtend grünem Wasser ragen wie in Tianxing.
Die Hauptattraktion von Guizhou aber ist der größte Wasserfall Chinas in Huangguoshu mit über 80 Metern Breite und 74 Metern Höhe. Beliebt sind auch Bootstouren durch den Drachenpalast in Anshun, ein Labyrinth aus Höhlen und Grotten. Trotz ihrer ausgeprägten Idylle ist die abgelegene Provinz Guizhou übrigens noch ein Geheimtipp.
Die einzigartige Landschaft und die bunte Folklore der hier lebenden nationalen Minderheiten sind gute Voraussetzungen für die Entwicklung des Tourismus. Es gibt in der Provinz über 120 touristische Ziele. Dazu gehören die Huangguoshu-Wasserfälle, die Tropfsteinhöhle "Drachenpalast", die Zhijin-Höhle, der Hongfeng-See, der Fluß Zhang in Libo, das Flußtal Maling und die Shizhang-Höhle in Chishui. Viel besucht werden auch der botanische Garten Fanjingshan, der Karst-Urwald in Maolan, der Urwald in Chishui und die "Vogelwelt" in Caohai. Dies sind vier Naturschutzgebiete auf Staatsebene. Ferner gibt es acht Schwerpunktobjekte des staatlichen Kulturdenkmalschutzes und viele weitere Sehenswürdigkeiten und für Touristen zugängliche Dörfer nationaler Minderheiten. Der Sitz der Zunyi-Konferenz, das Grabmal von Yan Can in Zunyi, die Fundstätte von Relikten von Urmenschen in Puding, die Qinglong-Höhle in Zhenyuan, der Zengchong-Trommelturm in Congjiang, das Landgut eines Stammeshäuptlings der Yi-Nationalität in Bijie und das Grab von Shexiang in Dafang ziehen Touristen aus nah und fern an. Darüber hinaus gibt es 19 Schwerpunkte des Denkmalschutzes wie die Stätte der Zunyi-Konferenz, Gudong-Kulturruine in Puding, die Qinglong-Höhie in Zhenyuan, der Zengchong-Trommelturm in Cengjiang, das Datun-Landgut eines Stammhäuptlings der Yi-Nationalität in Bijie, die Ruinen des Chifeng-Konzentrationslagers und die Große Höhle in Panxian.
Zu den typischen Delikatessen in Guizhou gehören unter anderem die Sauerfischsuppe aus Miaoling, die Wangchang-Nudeln aus Guiyang, das Hammelfleisch-Pulver und Bobo-Kuchen aus Zhenning. Der Maotai-Schnaps aus Guizhou ist als Chinas Staatsschnaps weltbekannt.
Die Provinz Guizhou, abgekürzt Qian, liegt auf der Yunnan-Guizhou-Hochebene im Südwesten Chinas und nimmt eine Fläche 170.000 Quadratkilometern ein. Ihr Terrain steigt im Westen an und fällt nach Osten ab. Die Landschaft in Guizhou ist von Karststein und der Danxia-Landschaft, von vielen Seen und Thermalquellen geprägt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14-16 Grad Celsius.
Guizhous Bevölkerung setzt sich aus Angehörigen von 49 Nationalitäten zusammen. Die zahlenmäßig größten sind die Han, Miao, Buyi, Dung, Tujia, Yi, Gelao, Shui, Hui, Bai, Yao, Zhuang, Maonan, Mongolen, Mulao, Qiang und Mandschuren. Die Bevölkerung der nationalen Minderheiten macht 36,77% der gesamten Bevölkerung der Provinz aus.
Guizhou ist eine niederschlagsreiche Provinz. Da die Flüsse ein großes natürliches Gefälle haben, gibt es viel nutzbare Wasserkraft. Mit 18,74 Millionen Kilowatt nehmen die Wasserenergieressourcen den 6. Platz in China ein. Auf jeden Quadratkilometer kommen 106.000 Kilowatt Wasserenergie, womit Guizhou hier den 3. Platz in China belegt. 16,84 Millionen Kilowatt können erschlossen werden. Die Kohlenschichten Guizhous bergen erschließbares Kohlengas in großer Menge. So ist Guizhou mit seinen reichen Wasserenergie- und Kohlenressourcen eine wichtige Energiebasis in Südchina.
Guizhou ist eine Provinz mit reichen Bodenschätzen. 110 Arten von Bodenschätzen wurden entdeckt, die Vorkommen von 76 sind in unterschiedlichem Grad bekannt, wobei die Vorkommen von 42 Bodenschätzen zu den jeweils zehn größten Chinas gehören. Erste bis dritte Plätze bezüglich der ermittelten Menge belegen Kohle, Phosphor, Quecksilber, Bauxit, Mangan, Antimon, Gold, Schwerspat, Schwefelkies und verschiedene Sandsteine sowie Dolomitsteine und Kalksteine, die für die Herstellung von Ziegelsteinen benutzt werden. Der latente wirtschaftliche Wert der Bodenschätze in Guizhou wurde mit knap 350 Millionen Euro errechnet (Platz 9 im Land), das sind knapp über 800 Euro pro Kopf der Bevölkerung, mehr als im Landesdurchschnitt und wesentlich mehr als in den Nachbarprovinzen (Platz 7 im Land).
Guizhou ist als "Kohlenland Südchinas" bekannt. Das Kohlenvorkommen beträgt 241,9 Milliarden Tonnen, was der Gesamtmenge in den übringen neun südchinesischen Provinzen und autonomen Gebieten entspricht (Platz 5 in China). Guizhou ist außerdem eine der Provinzen des Landes mit reichen Lagerstätten an Phosphor. Die ermittelten Vorräte an Phosphor machen 44% aller Vorräte in China aus. Die größten Phosphorbergwerke sind in Daiyang und Wengfu. Guizhou ist auch reich an Quecksilber. Die Quecksilbervorräte machen 38% aller Vorräte Chinas aus. Schließlich wurde in Guizhou eine Goldmine mit ca. 150 Tonnen Gold entdeckt, die nun bald ausgebeutet wird.
Es gibt in Guizhou ca. 3800 Arten wildwachsender Pflanzen, darunter sehr viele Heilpflanzen, die 80% aller Arten chinesischer Heilpflanzen ausmachen. Damit ist Guizhou eine der vier größten Heilkräuter-Produktionszonen in China. Die hier gezüchteten Heilkräuter wie Eucommia, Radix Gastrodiae, Dendrobium nobile und Coptis sind besonders bekannt. Es gibt 70 seltene Pflanzenarten, darunter der Taubenbaum (Cathaya argyrophylla) und Baumfarne (Cyathea spinulosa), die unter staatlichem Schutz stehen. Von den rund 1000 Wildtierarten sind 83 ebenfalls streng geschützt, darunter der Stumpfnasenaffe, der Schwarzkopfaffe, der Südchinesische Tiger und der Schwarzhalskranich.
























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