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Hani
Die Minderheit der Hani lebt vor allem in Yunnan und Guizhou.
Die etwa 1,43 Millionen Angehörigen der Hani-Nationalität (chinesisch: 哈尼族) leben hauptsächlich am Ailo-Berg im Gebiet des unteren Lijiang-Flusses (chinesisch: 漓江) und Lancangjiang-Flusses (chinesisch: 澜沧江) im Süden der Provinz Yunnan (chinesisch: 云南) sowie in den Kreisen Honghe (chinesisch: 红河) und Yuanyang (chinesisch: 元阳县). Ihre Siedlungen liegen vorwiegend in gebirgigen Höhen zwischen 800m und 2500m auf der Yunnan-Guizhou-Hochebene. Das Hani-Volk lebt vom Ackerbau auf Terrassenfeldern. Wegen der geographischen Besonderheiten und der Beschaffenheit des Bodens haben die Hani eine besondere Kultur der Terrassenfelder geschaffen.
Der Volksmund sagt: Auf der Yunnan-Guizhou-Hochebene (chinesisch: 云贵高原) gibt es "kaum ein Meter flaches Land". Die Hani haben sich trotzdem Ackerland geschaffen, indem sie Flächen mit Steinen etwa einen Meter hoch ummauerten und so Terrassen gebildet haben. Im Berg haben sie Hauptkanäle graben, um Regenswasser zu sammeln und zu speichern. Auf diese Weise gelingt es den Hani, in der Höhe von über 2000m Reis anzubauen.
Die Terrassenfelder in Honghe sind besonders beeindruckend. Sie dehnen sich über das ganze Gebiet südlich entlang des Honghe-Flusses - die Kreise Honghe, Yuanyang, Lüchun und Jinping - aus. Das Kernstück im Kreis Yuanyang allein ist etwa 667 Quadratmeter groß.
Der Kreis Yuanyang (chinesisch: 元阳县) ist extrem hügelig. Hier liegen alle Terrassenfelder auf Berghängen mit einer Neigung zwischen 15 Grad und 75 Grad. Auf einem Abhang befinden sich bis zu 3000 einzelne Terrassenfelder. Landschaftlich bieten diese Gegenden wunderschöne Ansichten mit viel Grün im Frühling, im Herbst mit gelbem Reis und im Winter spiegeln sich die Wolken in den Feldern wieder.
Die Terrassenfelder bilden ein perfektes Ökosystem, in dem Wälder, Dörfer, Terrassenfelder und Gewässer eingeschlossen sind. Die Hani haben hierzu raffinierte und effektive Bewässerungssysteme entwickelt, die jedes Stück Feld mit genügend Wasser versorgt.
Die Kultur der Terrassenfeldbaus ist überall im Leben der Hani-Nationalität zu spüren. Bei der Geburt eines Kindes wird in einer Hani-Familie immer ein Ritual durchgeführt, indem im Hof Terrassen modellhaft abgebildet werden. Im Fall eines Sohns läßt man einen sieben- oder achtjährigen Jungen mit Spaten den Terrassenbau auf der Abbildung nachmachen und im Fall einer Tochter eine sieben- oder achtjähriges Mädchen nachahmen, wie man Schnecken oder Aale in Feldern fängt. Erst nach der Durchführung eines solchen Rituals erhält das Kind seinen eigenen Namen und erlangt die offizielle Zugehörigkeit in der Dorfgemeinschaft. Ein Hani,der sein ganzen Leben in den Terrassenfeldern gearbeitet, wird nach dem Tod auch an der Terrasse beerdigt. Man hofft, dass er aus der anderen Welt die Terrassen noch bewachen kann.
Sehr einzigartig sind auch die pilzförmigen Häuser der Hani-Nationalität. Nach Überlieferungen stammen die Gründe dafür aus der Beobachtung widerstandsfähiger Pilzsorten, die in der Natur vorkommen. So wollte man auch ein widerstandsfähiges Haus bauen und nahm sich die Form von Pilzen zum Vorbild. Eines Pilzhaus stützt sich auf Tonmauem. Das Strohdach steht auf einem Bambusgerüst und hat vier Abhangseiten, so daß das Haus wie ein schöner Pilz aussieht. Ein solches Haus hat drei Etagen. Das Erdgeschoß ist für Vieh und Werkzeuge vorgesehen. Die mittlere Etage, mit Holzplatten belegt, hat drei Zimmer und ein immer brennendes Feuerbecken im Zentrum. Die obige Etage ist mit Erde gedeckt und ist somit unanfällig gegen Brand und nutzbar also Lagerraum. Im Winter ist Wärme im Haus und im Sommer Kühle. Diese Pilzhäuser haben sich im Lauf der Zeit durch Hani-Wanderungen weiter als ursprünglich verbreitet.



























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